Sonntag, 25. Mai 2008

daniiidaen (took me ages to realise, how "dunedin" is pronounced=))

Das Wasser im Wasserkocher kocht waehrend es draussen bitterkalt ist, die Stundentenkoepfe rauchen, waehrend die beiden Oesterreicherinnen noch tief und fest schlafen. So sieht ein durchschnittlicher Morgen in der Queenstreet WG in Dunedin im Moment aus.

Als wir vor etwa einer Woche in Invercargill ankamen, habe ich festgestellt, ohne meine Geldboerse zu sein. Diese war naemlich noch in Te Anau, wo ich sie versehentlich waehrend dem Aufraumen unseres Autos auf dem Parkplatz liegen gelassen hatte (i han jo all scho gseet, dass uufrumma ned guat ischt). Anna und ich haben uns also wieder getrennt, und waehrend sie sich auf den Weg zu den Catlins machte, stellte ich mich an den Strassenrand und versuchte vorbeifahrende Autofahrer von meinen friedlichen Absichten zu ueberzeugen (manche Autofahrer sehen dich als Hitchiker an, als waerst du gerade dabei, ein Selbstmordattentat zu vollfuehren) und eine Mitfahrgelegenheit nach Te Anau zu bekommen. Dies klappte alles wie am Schnuerchen und noch am gleichen Nachmittag sass ich mit einem sehr netten Australier in einem sehr netten Cafe in Te Anau und sah etwa eine Stunde lang die sehr netten Bilder auf seiner Digital-Spiegelreflex-Camera durch (haette ich ahnen koennen, dass es sich um etwa 3000 Bilder handelte, als er mich fragte, ob ich sie durchsehen moechte?).
However. Wenn ich doch schon mal in diesem netten Touristendoerfchen in Mitten wunderschoener Berge bin, koennte ich dies doch gleich ausnuetzen, und mich noch ein letztes Mal (die restliche Zeit ist schon fest mit Besuchen verplant) hier in Neuseeland sportlich betaetigen, sprich wandern, dachte ich mir. Ich ging also ins DoC Center und erkundigte mich ueber die diversen Moeglichkeiten. Am interessantesten erschien mir der Routeburn-Track,einer der Great Walks, und anscheinend recht beruehmt fuer seine umwerfende "Scenery". Ich bookte die Huts, rentete einen Beacon (=eine Art NOtfallsender, mit dem du im Fall der Faelle ueberall geortet werden kannst), fuellte einen Sicherheits-irgendwas-Zettel aus (eine Art schreiben, bei dem du angibst, wen die Behoerden verstaendigen sollten, falls ich verschollen sein wuerde) und als ich endlich felsenfest davon ueberzeugt war, den Trip nicht zu ueberleben (was vorallem der netten aelteren Dame in der Petrolstation, wo ich den Beacon auslaeihen musste, zu verdanken war) machte ich mich auf den Weg.
Die ersten beiden Stunden ging es so gut wie senkrecht berg auf (zumindest kam es mir so vor) und als das Wetter schlechter zu werden begann, spielte ich bereits mit dem Gedanken, mich wieder auf den Rueckweg zu machen. Die Leute im DoC (Departement of Conservation) hatten gemeint, ich waere alleine auf dem Track und die Wetterbedingungen koennten gelegentlich eine grosse Behinderung werden, wie es wohl hunderten von Touristen jedes Jahr passiert, und manchmal, wie im Falle eines israelischen Maedchens vor etwa drei Wochen, toedlich endet. Nach zwei Stunden des Schwitzens kam ich zu einer kleineren Huette, wo ich ploetzlich ein bekanntes Gesicht sah: Katherina, ein ausserordentlich wanderfreudiges tschechisches Maedchen, das Anna und ich etwa eine Woche zuvor auf dem Kepler-Track kennengelernt hatten. Sie war ebenfalls alleine unterwegs, und war bereit, ihre Geh-schwindigkeit um die Haelfte zu halbieren und mit mir mitzugehen. So machten wir uns auf den Weg, und als wir nach 5 stunden zur McKenzie Hut kamen, waren wir auch dort alles andere als alleine. Es waren bereits etwa 15 andere sportliche Menschen vor einem kleinen Holzofen versammelt.
Es wurde ein recht witziger Abend mit Heisser Schokolade (aus Instantmilch und Schokibroekle) und einenm nicht weniger heissen maenlichen Stripper (ich ueberredete einen 18jaehrigen Kiwi im Spass dazu, war dann aber doch ueberrascht, als ploetzlich ein Pullover in meinem Gesicht landete...und eine Hose...=)
An diesem Abend lernte ich auch Charlie kennen, einen Weltenbummler der aelteren Generation (er war etwa um die 60, und schon so gut wie ueberall gewesen. Es war sehr interessant, seinen Reiseberichten zu lauschen die von zweimonatigen Tracks durch Nepal, Elefantenwaschen in Indien und vielem mehr, erzaehlten). Mit ihm lief ich die naechsten beiden Tage weiter (Katherina machte sich wieder auf den Rueckweg) und ihm ist es auch zu verdanken, dass ich ausser Muesliriegel auch Pasta, heissen Kaffe und organisches Roggenbrot mit Tahini (eine Art PeanutButter, mit sesam anstatt Peanut) zu essen bekam!
Nach drei Tagen Laufen erreichte ich endlich mein Ziel und wurde beim Routeburn-Parkplatz von einem Kleinbus abgeholt, der mich nach Queenstown brachte. Dort uebernachtete ich im Southern Loughter Backpackers once more und lernte am naechsten Morgen einen netten Australier kennen, der sich mit zwei Schweizerinnen ein Mietauto teilte, und vor hatte, am selben Nachmittag nach Dunedin zu fahren. Dies kam mir sehr gelegen, ich fragte, ob sie noch einen Platz frei hatten, und so war ich bereits eine halbe Stunde spaeter auf dem Weg nach Dunedin.
In Dunedin angekommen, meldete ich mich bei Simon, ein junger Musiker, den wir auf einem Ska-Festival in der Naehe von Wellington vor etwa drei Monaten kennengelernt hatten und der uns hier eine Unterkunft angeboten hatte. Wieder etwas spaeter wurde ich in der Stadt abgeholt und in eine Studenten-WG gebracht, wo mich Anna und ganz viele andere nette Menschen bereits herzlich emfingen. Am selben Abend wurden wir eingeladen, am Geburtstagsessen eines WG members in einem Asiatischen Restaurant teil zu nehmen und bekamen danach eine Dunedin-Bei-Nacht- Rundfuehrung. Sehr empfehlenswert: Uni-Bar "Refill"!!!
Sehr viel Spass hatten wir auch am Freitag Abend, als Simon mit seiner Ska Band "The Bones" als eine von 4 brillianten Bands in der "Backstage"-Bar spielten. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert und getanzt, bis jede kleine Muskefaser meiner Beine erschoepft war=)
Annas Plan, sich am Samstag nach Christchurch auf zu machen, hatte nicht so ganz geklappt, und so sind wir beide immer noch hier. Im Moment habe ich gerade beschlossen, den Donnerstag hier noch abzu warten, da es Simon gerade geschafft hat, sich mit seiner Surfrock Band in den "Battle of Bands" Kontest ein zu schleichen (obwohl der Anmeldeschluss bereits drei Wochen zurueckliegt) und somit am Donnerstag abend live im "Refill" spielt. Das darf ich mir nicht entgehen lassen (vorallem weil ich nicht ganz unschuldig daran bin, dass sie nun doch am Wettbewerb teilnehmen=).

Also dann, mit guter musik im Hintergrund, und einer frisch geduschten Anna vor mir (die darauf draengt, nun endlich auch an den Laptop zu duerfen), verabschiede ich mich nun vorerst von Dunedin, bedanke mich fuer Ihre Geduld und wuensche Ihnen noch einen Schoenen Abend, mit freundlichen Gruessen, Pia Vera Nagl=)

3 Kommentare:

Ann-Kristin hat gesagt…

pia antworte mal auf mein i-mehl :) die doch soo liebevoll verfasst habe :)

Andrea hat gesagt…

Hallo Pia
warte auch schon seit langem auf eine nachricht von dir

gruenorange hat gesagt…

heiho Kristin! ich habe dir doch megaliebevoll zurueckgeschrieben und warte seither auf deins!!!!
Naja, egal, ich schreib dir einfach nochmal eins...bis gleich