Montag, 28. Januar 2008

.ab in den sueden.

Wir habens nun endlich geschafft, uns auf die Suedinsel des Landes zu begeben, und sitzen nun gerade in einem Internetcafe im sonnigen Nelson.

Die letzte Woche in Wellington war so interessant wie abwechslungsreich...genau min gschmack=).
Nachdem wir den Cuba-Street-Flat (Wohnung von Luis, Mike&Co) verlassen hatten, verbrachten wir eine Nacht in unserer Lieblingsbucht in Miramar, um uns am naechsten Tag ausgeschlafen auf den Weg nach Porirua zu machen, wo wir Armin und Joice Blum besuchen durften. Armin ist in Hoechst aufgewachsen, in den Fuenfziger Jahren jedoch mit 180 anderen Oesterreichern nach Neuseeland gereist, wo sie einen Auftrag bekommen hatten, in der Naehe von Porirua 500 Haeuser zu errichten. Waehrend dieser Zeit lernte er die liebenswerte Joice kennen, welche ihn dazu bewegte, sich in Neuseeland niederzu lassen.
Mir hat es grossen Spass gemacht, wieder einmal orginalen Hoechster Dialekt zu hoeren (welchen Armin trotz 50 Jahren Neuseeland noch perfekt spricht!), Fotos von diversen Reisen durch ganz Oesterreich anzusehen, Tischtennis zu spielen, die oesterreichischen Haeuser an zu sehen, Gedichte in Mundart zu lesen und spannende Geschichten ueber mein und Annas Heimatdorf zu erfahren. Vielen Dank liebe Blums, fuer das schoene Wochenende, das wir bei Euch verbringen durften!

Am Montag darauf hatten wir uns abends mit Matt, einem nach Australien ausgewanderten Kiwi, auf eine Runde Pool verabredet. Wir hatten ihn ein paar Tage zuvor in einem Park kennengelernt, wo er versuchte, sich zum Schreiben einer (christlichen) Hochzeitsrede fuer seinen Bruder (Grund seines NZ-Besuches) zu motivieren, daran jedoch klaeglich scheiterte. Stattdessen verbrachte er den Nachmittag damit, sich mit zwei beinahe 10 Jahre juengeren Oesterreicherinnen ueber weniger christliche Themen zu unterhalten=). Nach Pool und Bier und weiteren interessanten Gespraechen und Bier, wurden wir eingeladen, die Nacht in dem zweiten Bett in seinem Hotelzimmer zu verbringen. Dieses Angebot wurde natuerlich nicht abgeschlagen und so ging die spontan-mini-party weiter. Das Bett war schliesslich doch sehr klein und wir beschlossen die beiden Einzelbetten zusammen zu schieben und quer darueber nebeneinander zu schlafen. Im Nachhinein schlaftechnisch weniger empfehlenswert!=)

Matts Flieger ging morgens um sieben. Schade.
Wir stellten den Wecker auf 9, schliefen bis 10, verliessen dann das Hotel und fragten uns, was wir mit so einem langen Tag nur anfangen sollten. Tja, lass uns doch noch mal ins Immigration Center gehen, und fragen, ob wir nicht wenigstens eine Erlaubnis fuer "temporaeres Fruit picking" (gibts!) bekommen koennen, wenn schon kein "Working Holiday-Visum"! Gesagt, getan und Cameron und seinen britischen Cousin Matthiew, welcher gerade fuer ein Arbeitsvisum ansuchte, kennengelernt. Mit ihnen Kaffee getrunken, Bier gekauft, nach Lower Hutt gefahren und gefeiert. Die beiden waren mega nett und so bekamen wir am Ende des Abends sogar ein WASSERBETT zu Verfuegung gestellt!
Am naechsten Tag fuhren die beiden nach Palmersten North, um ein Auto anzu sehn, und wir zurueck nach Wellington, nicht ahnend, dass sich das "spontane Couchsurfen" so einfach fortsetzen liesse...
Wir verbrachten den Nachmittag grossteils im Botanischen Garten von Wellington (mega-empfehlenswert, nicht nur die gratis Konzerte jeden Abend in der Soundshell, sondern auch am Nachmittag einfach zum chillnnnnnnn, fernab von Strassenlaerm und Abgasen). Des spaeteren Abends erreichte uns ein SMS von Simon (Freund von Charlie), in dem wir auf ein BBQ und spaeteres Ausgehen eingeladen wurden. Angebot wurde angenommen, und wir fanden uns ploetzlich in einer Horde feiernder Kiwis wieder... Wieder mal eine lange Nacht, am Ende derer uns Simon zu sich nach Hause einlud. Another Night in einem mega bequemen Bett...=)
Am naechsten Tag durften Simon, seinenVater, dessen Freund und Mike, ein Freund von Simon auf deren Boot begleiten. Simon und der Freund seines Vaters tauchten gleich mal fuer eine dreiviertel Stunde ab, und kamen mit heeps of delicious Muscheln wieder an Bord. Spaeter drehten die Jungs noch ein paar Runden auf dem Wakeboard (ich durfte es auch versuchen, scheiterte jedoch kaeglich, es isch einfach soo viel schwaerer uf des deppate Breatt uuffezmkho, als es uusschout...voll fies=), drehten mit uns eine Runde zur Oriental Bay und luden uns anschliessend zum Dinner ein. Es gab hammer leckere frisch gefangene Muscheln (vo deana i leider da Namma vrgeassa han, abr mir heat ma erklaert, es seiand di gliicha, wia uff m Shell-Logo, und d Schala war aeppa so gross, wia a Handflaeche), dazu Kumara-(Art von Suesskartoffeln, die es anscheinend nur in NZ gibt, die anfangs etwas gewoehnungsbeduerftig, spaeter aber recht lecker ist!)- und Pumpkin-Salat. Soo guat...

Am naechsten Tag (Freitag) verliessen wir Simon&Co, und begaben uns erst mal wieder in die Botanischen Gaerten, welche uns als die perfekte area erschien, unsere naechsten Tage zu "planen". Wir hatten naemlich ueber Simon von einem kleinen Ska-Festival, eine Stunde weg von Wellington gehoert, welches jedoch 60 Bucks kosten wuerde, andererseits fanden in Lower Hutt am Samstag traditionelle Pferderennen auf dem Plan (welche nur 20 Dollar kosten wuerden, und wo wir Cameron und seinen Cousin und Simon&Co wieder treffen koennten).
Wir entschienden uns am Ende fuer die "teure" Variante (die im Endeffekt gar nicht so teuer war, da wir naemlich keinen Eintritt bezahlten), was im Nachhinein meiner Meinung nach eine der genial-besten Entscheidungen der letzten drei Monate war!! Das Festival war meeeegaklein (etwa 200 Leute, mehr als drei Viertel davon Musiker der Bands), das Musikniveau meiner Ansicht nach riiiiesengroosss. Das Spektrum reichte von Ska, Reggae ueber Jazz, Punk bis Elektro. Abends wurde dann bis spaet in die Nacht (bzw bis frueh am Morgen) zusammen mit den Musikern getrommelt und gesungen. Die Athmosphaere war einfach geniaaaal.

Am Sonntag Nachmittag fuhren wir dann mit recht wenig Schlaf und Michael (mega-sympathisch-witzig-etwas aufgedrehter Gourmet-Deutscher auf Weltreise) auf einem der Ruecksitze wieder Richtung Wellington, wo der letzte Nordinsel-Abend mit etwa 10 Ska-Festival-Freunden und dazu noch Mike aus dem Cuba-Streetflat gefeiert wurde. Am naechsten Morgen wurden durch wunderbare live Jazzmusik dierket neben unserem Bett aufgeweckt. Wir befanden uns in Tims Wohnung. Nach einem ausgiebigen, musikalischem "Frueh"-stueck, machten wir uns dann auf den Weg Richtung Faehre, welche gegen 6 Uhr Wellington verliess.
Die drei Stunden Fahrt vergingen recht schnell, da wir einen Englaender wieder trafen, den wir im November auf einem Funk Konzert in einer Bar in Auckand kennengelernt hatten, und der einfach nicht mehr aufhoeren wollte, zu reden. Die Nacht verbrachten wir wieder mal in unserem Auto, und fuhren heute Nachmittag nach Nelson, wo ich soeben vor einem PC sitze, desten Tasten auf der Tastatur schon ganz warm sind, und das, obwohl ich noch kein einziges e-mail geschriieben habe (obwohl i mr eigentlich mind fuefe vorgno kha han)....aaaaaahhh...=)

Also daenn, lieabe Grueass us Lucias Heimatstadt...

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